Über Geld muss man sprechen!

Der Umgang mit Geld gehört spätestens ab Schulalter zur Erziehung. Geld - Taschengeld - spielt in unserer Gesellschaft eine grosse Rolle. Eine Mehrheit der Kinder hat heute in der Schweiz in der Regel ab der 1. Klasse Geld zur freien Verfügung. Doch wie lernen sie den Umgang mit Geld?
Gelderziehung in Kooperation mit dem Verein Jugendlohn, 2015


Wussten Sie, dass der Jugendlohn Kinder ab 12 Jahren besser vorbereitet auf den Umgang mit Geld als Taschengeld? Eltern können damit ihren Kindern auch im finanziellen Bereich mehr Verantwortung für ihr eigenes Handeln übertragen.

Erfahrungen in der Familie mit dem Jugendlohn, Bericht Ingrid Broger, 2015

Das liebe Geld

Das Schulblatt Kanton Zürich, 4/2016 berichtet umfassend über Angebote zur Gelderziehung. Für die Präsidentin der KEO ist es ein ideales Thema für EMW-Gremien.

Geld zu verkaufen - Bilderbuch

Claudia de Weck, Lorenz Pauli
Atlantis Verlag, 2017, 32 Seiten, ISBN 978-3-7152-0727-8, CHF 24.90

Abenteuer sind nicht teuer. Doch ohne Geld geht es auch bei Alma und Milan nicht. Denn die beiden brauchen eine Strickleiter für ihr Baumhaus. Sie machen nicht nur das Baumhaus selber, sondern auch das Geld, um ein Seil zu kaufen. Das ist gar keine schlechte Idee, wenn man sich aufs Verhandeln und Handeln versteht. Alma und Milan kommen ans Ziel und haben sogar noch Geld übrig. Das sparen sie. Denn Geld schimmelt nicht, auch wenn man es beiseitelegt für etwas Großes – und das schwirrt schon in den Köpfen herum.

Dieses Bilderbuch ist auf Initiative der Stiftung Pro Juventute entstanden. Es behandelt die Themen Geld und Konsum, aber auch Werte, die weit darüber hinausgehen,und bringt diese Kindern näher.

Begleitmaterialien für Lehrpersonen, Eltern und fremdsprachige Personen als kostenloser Download

Sprachversionen: Der Text zum Bilderbuch kann in den Sprachen Albanisch, Englisch, Portugiesisch, Serbisch und Türkisch als PDF heruntergeladen werden.

Du bist, was du hast - Impulsfilm

Der Impulsfilm «Du bist, was du hast» thematisiert den Umgang mit Geld und dessen Einfluss auf Freundschaften. Er eignet sich für den Einsatz in Klassen oder bei Elternveranstaltungen.

Informationen   YouTube-Film

Achtung, fertig, Schulden!

Schuldenprävention wird immer wichtiger. Aber wirkt sie auch? Akteure aus der Jugendpolitik, der Schuldenprävention und dem Stiftungswesen haben die Hochschule Luzern beauftragt, die Wirksamkeit von Schuldenprävention zu untersuchen. Die Studie „Wirkt Schuldenprävention?“ gibt einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse.

Junge Erwachsene ab 18 Jahren mit niedriger Schulbildung, fehlendem Berufsabschluss und tiefem Einkommen weisen ein erhöhtes Risiko auf, in Überschuldung zu geraten. Arbeitslosigkeit, eine Herkunftsfamilie mit tiefem sozioökonomischem Status und Verschuldung der Eltern vergrössern das Überschuldungsrisiko zusätzlich.

Als schützende Faktoren konnten Selbstvertrauen, die Fähigkeit zu Belohnungsaufschub, Selbstkontrolle und eine starke finanzbezogene Selbstwirksamkeitserwartung ausgemacht werden. Daneben erweisen sich Werte und Normen als zentral handlungsleitend: Eine reflektierte und verantwortungsbewusste Einstellung zu Geld und Konsum, vor allem in Verbindung mit guter elterlicher Unterstützung und einem positiven Selbstwertgefühl wirken protektiv.

Link zur Studie

Ausgewählte Angebote und Links

Ausgewählte Angebote und Links

Kontakt- und Beratungsstellen:

Schuldenberatung Schweiz: Dachverband der Schweizer Schuldenberatungsstellen; umfassende Informationen sowie zahlreiche Tipps und Links zum Thema Schulden und Prävention. 

Schuldenprävention der Stadt Zürich: kostenlose Workshops für Schulklassen der Sekundarstufen I und II in der Stadt Zürich, Unterstützung von Lehrpersonen beim Umsetzen des Themas im Unterricht, Informationen für Eltern, zahlreiche Links zu Schuldenberatungsstellen, diverses Informationsmaterial.

Budgetberatung Schweiz: Informationen, Budgetvorlagen und -beispiele, Merkblätter, Richtlinien etc. für Jugendliche, Familien, Lehrpersonen.

Caritas: Kostenlose Beratungshotline und Onlineberatung bei Finanzproblemen, Tipps zum Umgang mit Geld, kostenlose App «My Money», Informationen und Links zu Beratungsstellen, Hotline: 0800 709 708, Montag bis Donnerstag, 10 bis 13 Uhr

Informationsmaterial:

Dossier Finanzen des Schulamts der Stadt Zürich: Inhalte des kantonalen Lehrplans zum Thema Finanzkompetenz, Lehrmittel und Angebote, Unterrrichtsideen.

Themenblatt Gelderziehung, Schweizerische Vereinigung der Elternorganisationen und Schule und Elternhaus Schweiz, 2015

Du bist, was du hast - Impulsfilm zum Umgang mit Geld und dessen Einfluss auf Freundschaften, eignet sich für den Einsatz in Klassen oder bei Elternveranstaltungen.

Lehrmittel und Lernspiele:

Ciao Cash: Kartenspiel zu Geld und Glück der Schulden- und Beratungsstelle Plusminus Basel für zwei bis sechs Spieler ab 10 Jahren, für Familien und Schulen. 

Geld zu verkaufen: Bilderbuch für Kinder von 4 bis 8 Jahren.

Potz Tuusig: Bilderbuch für Kinder von 5 bis 8 Jahren.

Kinder-Cash: für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 13 Jahren, Eltern und Lehrpersonen der 4. bis 6. Klasse. Spezielles Sparschwein, Kindermagazin, Elternheft und Lehrmittel für die Mittelstufe sowie Veranstaltungen für Eltern.

Finance Mission Heroes: Digitales Lernspiel, getragen von den Schweizer Lehrerverbänden und Kantonalbanken. Für Sekundarstufe I.

Cure Runners: längerfristiges Lernspiel für 12- bis 17-Jährige in Form diverser Workshops, geeignet für Schulprojekte. Entwickelt von der unabhängigen, mehrfach ausgezeichneten Organisation Three Coins.

Moneyfit von Postfinance, ein Spiel zur Stärkung der Finanzkompetenz von Kindern und Jugendlichen

Weitere Links:

www.jugendlohn.ch, Informationen, Hinweise auf Veranstaltungen, Evaluationsergebnisse

Ruffy, der Geldplaner

 Budget-App der Caritas Schweiz für Jugendliche und Erwachsene